Winterliches Networking der technischen Art:
Der dritte Medical Solution Day brachte 60 Experten aus Medizintechnik und Elektronik zum intensiven Austausch nach Haar zusammen
Wie lässt sich der OP der Zukunft sicher vernetzen und intelligent steuern? Bringt ein OP-Roboter wirklich Mehrwert für Patienten? Wie können die Standards SDC und DDS für echtzeitfähige Medizinprodukte kombiniert werden? Und kann der EU AI Act die Gerätezertifizierung ausbremsen?
Der nunmehr dritte Anwendertag unter dem Dach der »Elektronik Medical« bot mit Fachvorträgen, technischem und persönlichem Austausch sowie Alpenküche und Glühwein eine hochaktuelle Networking-Plattform rund um OP-Connectivity und Robotik. In Haar tauschten sich Medizintechnikhersteller, Klinik-Integrateure, Entwickler und Technologieanbieter ihr Wissen rund um die Gerätevernetzung im OP aus – eine der großen Aufgaben mit aktuell sehr vielen offenen Architektur- und Integrationsfragen.
»Die Veranstaltung war sehr informativ und ich werde diese weiterempfehlen. Fachlich war ich besonders an den Connectivity Themen interessiert, [...] die Gerätevernetzung ist eine der größeren Aufgaben bei allen Geräteherstellern.«
Dr. Markus Weiler, Erbe Elektromedizin
Während die Referenten richtungsweisende Technologien vorstellten – Details zu den Vortragsinhalten gibt es auf elektroniknet.de – wurde schnell klar: Für Medizintechnik-Entwickler ist die echtzeitfähige OP-Vernetzung das zentrale Thema. Dr. Lukas Bernhard vom Klinikum der TU München legte ehrlich die Grenzen heutiger OP-Robotik offen, Dr. Marcus Köny von Steute Technologies zeigte Real-Time-SDC-Architekturen für deterministische Kommunikation, und Dr. Valentin Kammerlohr von Vector Informatik vertiefte die strategische Kombination von SDC und DDS.