Das war das Tech Forum München 2026
Das Tech Forum am 4. und 5. Februar in München zeigte die Rechenzentrumsbranche in Aufbruchstimmung. Rund 430 Teilnehmer an beiden Tagen nutzten das zweitägige Event, um sich in Vorträgen, Panels und einer Ausstellung über aktuelle Entwicklungen in Verkabelungsinfrastruktur und Datacenter-Technik auszutauschen. Das leicht geschärfte Konzept mit mehr Interaktion und Diskussionsformaten kam beim Publikum sehr gut an.
Inhaltlich reichte das Spektrum von ESG-Vorgaben, Energieeffizienz und Kühltechnik bis zu Datensouveränität und strategischer Marktpositionierung. Stephanie Hackenholt (KPMG) betonte in ihrer Keynote die wachsende Bedeutung regulatorischer Anforderungen wie EU-Taxonomie und ESG-Kennzahlen für Rechenzentren, insbesondere im Kontext kritischer Infrastrukturen. Hartwig Bazzanella (VIRZ) skizzierte Zukunftsperspektiven photonischer Technologien bis hin zum Photonen-Quantencomputer.
Weitere Beiträge behandelten moderne Glasfaser- und Steckverbinderlösungen, Liquid-Cooling-Konzepte für KI-Anwendungen, maschinenlesbare Geodaten für Standortplanung sowie Fragen der Aus- und Weiterbildung von Fachkräften. Panels diskutierten Datensouveränität, Marktveränderungen und regulatorischen Druck.
Der zweite Tag stand im Zeichen integrierter Energiekonzepte, praxisnaher Flüssigkeitskühlung, Sicherheitsaspekten – etwa durch Datenträgerspürhunde – sowie WLAN-Strategien und der Rolle von IT für die kommunale Energie- und Wärmewende. Ein interaktives Abschluss-Panel widmete sich dem Energieeffizienzgesetz und der Abwärmenutzung. Insgesamt überzeugte das Forum durch Praxisnähe, Themenvielfalt und intensives Networking.